Planung für Geh- und Radweg an der B 238 zwischen Hohenhausen und Langenholzhausen beginnt
Kalletal: Ein weiterer Schritt auf dem Weg zu einer durchgehenden Radwegeverbindung durch das Kalletal ist geschafft: Bürgermeister Mario Hecker hat die Vereinbarung mit Straßen.NRW zur Planung eines Geh- und Radweges entlang der Bundesstraße 238 zwischen Hohenhausen und Langenholzhausen unterzeichnet. Damit können die konkreten Planungen für einen der wichtigsten noch fehlenden Abschnitte im Kalletaler Radwegenetz beginnen.
Die Maßnahme gilt als bedeutender Baustein für die langfristige Entwicklung einer durchgängigen Nord-Süd-Verbindung für den Radverkehr. Ziel der Gemeinde ist es, die Ortsteile besser miteinander zu vernetzen, die Verkehrssicherheit für Radfahrerinnen und Radfahrer zu erhöhen und zugleich die Anbindung an die benachbarten Mittelzentren Rinteln und Lemgo weiter zu verbessern.
Ein weiterer wichtiger Bestandteil dieser Mobilitätsstrategie steht ebenfalls kurz vor der Fertigstellung: Die neue Mobilstation am Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) Kalletal in Hohenhausen wird in Kürze in Betrieb gehen. Mit modernen Fahrradabstellanlagen, digitalen Fahrgastinformationen sowie attraktiven Umstiegsmöglichkeiten zwischen Bus-, Rad- und Fußverkehr entsteht dort ein zentraler Mobilitätsknotenpunkt. Die Mobilstation ergänzt das bestehende ÖPNV-Angebot rund um die Haltestelle „MVZ Kalletal“ und die Schnellbuslinie S33 und schafft ideale Voraussetzungen für die Verknüpfung verschiedener Verkehrsmittel. Die Standortwahl für die Mobilstation am MVZ Kalletal wird durch die aktuellen Fahrgastzahlen der Kommunalen Verkehrsgesellschaft Lippe (KVG) eindrucksvoll bestätigt. Seit Einführung der Schnellbuslinie S33 im Oktober 2025 wurden an der Haltestelle „MVZ Kalletal“ bereits deutlich mehr als 1.500 Ein- und Ausstiege registriert. Die hohe Nutzung unterstreicht die Bedeutung des Standortes als zentralen Mobilitätsknotenpunkt und bestätigt die Entscheidung, die Mobilstation an dieser Stelle zu errichten, auch hier die neue und moderne digitale Poststation verortet ist.
„Der Lückenschluss zwischen Hohenhausen und Langenholzhausen gehört seit Jahren zu unseren zentralen Infrastrukturprojekten“, erklärt Bürgermeister Mario Hecker. „Mit dem Beginn der Planungen kommen wir unserem Ziel eines durchgängigen und sicheren Radwegenetzes im Kalletal ein gutes Stück näher. Gleichzeitig schaffen wir mit der Mobilstation am MVZ eine moderne Schnittstelle zwischen Radverkehr und öffentlichem Nahverkehr.“
Der nun geplante Abschnitt schließt eine bislang bestehende Lücke entlang der B 238. Gerade auf stark befahrenen Bundes- und Landesstraßen seien sichere und attraktive Alternativen für den Radverkehr von großer Bedeutung, betont die Gemeindeverwaltung. Der neue Geh- und Radweg soll künftig sowohl im Alltagsverkehr als auch für Freizeit- und Tourismuszwecke genutzt werden können.
Bereits im Juli 2025 hatte der Rat der Gemeinde Kalletal einstimmig beschlossen, die Verwaltung mit dem Abschluss einer Vereinbarung zur Planung der Maßnahme einschließlich Baurechtserlangung und Grunderwerb zu beauftragen. Nach den erforderlichen fachlichen Prüfungen durch den Fachbereich Planen und Bauen konnte die Vereinbarung nun unterzeichnet werden.
Die Gemeinde übernimmt damit eine Aufgabe, die ursprünglich bei Straßen.NRW liegt. Hintergrund ist die weiterhin angespannte Personalsituation beim Landesbetrieb. Zwar stehen die finanziellen Mittel für das Vorhaben bereit, die notwendigen Planungskapazitäten können dort derzeit jedoch nicht in ausreichendem Umfang bereitgestellt werden.
Um das Projekt nicht weiter zu verzögern, wird die Gemeinde Kalletal die Planungsleistungen in enger Abstimmung mit Straßen.NRW koordinieren und begleiten. „Wir hätten uns gewünscht, dass das Vorhaben bereits weiter fortgeschritten ist“, sagt Hecker. „Umso wichtiger ist es, dass wir jetzt selbst Verantwortung übernehmen und die nächsten Schritte aktiv vorantreiben können.“
Gegenstand der Vereinbarung ist die vollständige planerische Vorbereitung des Projekts. Dazu zählen unter anderem die Vergabe und Begleitung der erforderlichen Ingenieurleistungen, die Erstellung von Fachgutachten, die Durchführung notwendiger Genehmigungs- und Abstimmungsverfahren sowie die Vorbereitung des Grunderwerbs. Erst nach Abschluss dieser Planungsphase können die Voraussetzungen für eine spätere bauliche Umsetzung geschaffen werden.
Die Kosten für die externen Planungsleistungen werden vollständig durch Straßen.NRW getragen. Nach derzeitigen Schätzungen belaufen sich diese auf rund 875.000 Euro einschließlich Umsatzsteuer. Auch die Kosten für den erforderlichen Grunderwerb sowie mögliche Entschädigungszahlungen werden vom Landesbetrieb übernommen. Darüber hinaus erhält die Gemeinde Kalletal eine Verwaltungskostenpauschale für die Übernahme der Projektabwicklung.
Mit dem Start der Planungen ist zwar noch kein unmittelbarer Baubeginn verbunden, dennoch wertet die Gemeindeverwaltung die Unterzeichnung der Vereinbarung als wichtigen Meilenstein. Infrastrukturprojekte dieser Größenordnung erfordern umfangreiche Vorarbeiten und durchlaufen zahlreiche Planungs- und Genehmigungsschritte, bevor mit dem Bau begonnen werden kann.
Langfristig verfolgt die Gemeinde das Ziel, die Bedingungen für den Radverkehr und den öffentlichen Nahverkehr im gesamten Kalletal kontinuierlich zu verbessern. Neben der Erhöhung der Verkehrssicherheit sollen attraktive Radwegeverbindungen und moderne Mobilitätsangebote einen Beitrag zu klimafreundlicher Mobilität leisten und die Lebensqualität in der Gemeinde stärken.
„Radwege sind heute ein wesentlicher Bestandteil moderner Verkehrsinfrastruktur“, betont Bürgermeister Hecker. „Sie schaffen sichere Verbindungen, fördern nachhaltige Mobilität und erhöhen die Attraktivität unserer Gemeinde. Gemeinsam mit Projekten wie der Mobilstation am MVZ schaffen wir die Grundlage für eine zukunftsfähige Mobilität im Kalletal.“
Mit der nun gestarteten Planung für den Abschnitt zwischen Hohenhausen und Langenholzhausen sowie der kurz vor der Fertigstellung stehenden Mobilstation am MVZ Kalletal werden zwei weitere wichtige Bausteine der kommunalen Mobilitätsstrategie umgesetzt. Beide Projekte tragen dazu bei, die Radverkehrsinfrastruktur auszubauen, den öffentlichen Nahverkehr zu stärken und bestehende Netzlücken dauerhaft zu schließen.
Links: Noch werden Radfahrer durch die Beschilderung, wie hier an der Einmündung Faulensiek, über die stark befahrene B238 in Richtung Lemgo bzw. Rinteln geleitet. Zukünftig soll hier ein parallel verlaufender Geh-/Radweg für mehr Sicherheit sorgen. Die Gemeinde Kalletal kann jetzt in die Planung einsteigen.
Rechts: Ein Blick auf die zukünftige Mobilstation am MVZ Kalletal: Mit modernen Fahrradabstellanlagen, digitalen Fahrgastinformationen sowie attraktiven Umstiegsmöglichkeiten zwischen Bus-, Rad- und Fußverkehr entsteht dort ein zentraler Mobilitätsknotenpunkt. Zudem ist hier die neue und moderne digitale Poststation verortet.






